
Grüne Bohnen sind arm an Kalorien, dafür reich an Ballaststoffen und dadurch sehr gesund. Die Bohnen gibt es allerdings immer nur gekocht und das aus gutem Grund. Nicht jedes Gemüse ist roh am gesündesten und das gilt auch für die grüne Bohne. Erst durch die richtige Behandlung wird die grüne Bohne genießbar. Wie gefährlich die Bohne roh ist, wird häufig unterschätzt.
Hülsen und Bohnen
Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) lässt sich wahlweise in grünem Zustand samt Hülse verarbeiten oder als reife Bohne. Egal, in welchem Reifezustand sie sich befindet, die Bohne dürfen Sie niemals ungekocht essen. In diesem Zustand ist wie giftig. Allerdings sind Bohnen auch reich an wichtigen Inhaltsstoffen. Dazu gehören beispielsweise:
- Kalium
- Magnesium
- Calcium
- Phosphor
- Vitamine
Giftige Inhaltsstoffe
Hauptsächlich befinden sich in den Bohnen folgende giftige Lektine:
- Toxalbumin
- Phasin
Das Gefährliche an diesen Lektinen ist, dass sie nicht direkt auf den Magen wirken und sofort Übelkeit verursachen, wenn Sie sie essen, sondern auf das Blut. Konkret sorgen Lectine dafür, dass die roten Blutkörperchen verklumpen. Dieser Effekt wurde bzw. wird in einigen Ländern für Giftköder gegen Ratten verwendet. Zwar werden die Lektine meist synthetisch hergestellt, die Wirkung ist allerdings gleich wie bei der Gartenbohne.
Vergiftungssymptome
Folgende Symptome können auftreten:
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Erbrechen
- blutige Durchfälle
- Fieber
- Schüttelfrost
- Krampfanfälle
Wie groß die Menge an grünen Bohnen sein muss, damit eine Vergiftung eintritt, kann nicht genau bestimmt werden. Grundsätzlich gilt, dass bei geringem Körpergewicht eine geringe Menge an Toxinen für eine Vergiftung reicht.
Erste Hilfe
Richtige Zubereitung
Lektine können sehr einfach neutralisiert werden, indem Sie rohe Bohnen oder Trockenbohnen für einen bestimmten Zeitraum kochen. Für grüne Bohnen reicht eine Kochdauer von zehn Minuten bei 70°C. Verarbeiten Sie die Bohnen später weiter, tauschen sie in jedem Fall das Kochwasser. Das Kochwasser hat einen unangenehmen Geschmack.
Trocknen oder tiefkühlen kann die Lektine nicht zerstören. In der Schweiz gibt es beispielsweise getrocknete grüne Bohnen, die jedoch noch immer giftige Inhaltsstoffe besitzen und nur gekocht gegessen werden sollten. Das Gleiche gilt auch für Tiefgekühlte grüne Bohnen. Diese sind meist vorblanchiert, wodurch Sie die Kochzeit um zwei bis vier Minuten reduzieren können.
Gefährliche Zubereitungsarten
Handelt es sich allerdings um ein Bohnengericht, müssen Sie die Bohnen aus Gesundheitsgründen kochen. Da das Kochwasser bzw. die austretende Flüssigkeit beim Kochen von Phaseolus vulgaris nicht besonders gut schmeckt, ist ein Mitkochen generell nicht sinnvoll.
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gartenbohne
https://projekte.meine-verbraucherzentrale.de/DE-BY/wie-lange-muss-man-gruene-bohnen-blanchieren–damit-sie-nicht-mehr-giftig-sind-
http://www.gizbonn.de/122.0.html
https://www.verbraucherzentrale-bayern.de/wissen/haetten-sies-gewusst/warum-sind-rohe-gruene-bohnen-giftig-17665
https://www.lecker.de/gruene-bohnen-kochzeit-alle-garmethoden-im-ueberblick-74267.html