Die Aloe vera ist eine beliebte Zimmerpflanze und wird außerdem als Heilpflanze genutzt. Sie erfolgreich zu pflegen, ist nicht schwierig. Wie Sie die Aloe vera richtig gießen, erfahren Sie hier.
Nicht zu viel gießen
Da die Aloe aus trockenen Gebieten der Erde stammt, hat sie keinen großen Wasserbedarf. Sie ist so sehr an trockene Lagen angepasst, dass sie mit viel Wasser nichts anfangen kann. Für ihre Pflege als Zimmer- oder Balkonpflanze bedeutet das zum einen, dass sie einen möglichst sonnigen Standort benötigt und zum anderen, dass sie nur sehr sparsam gegossen werden sollte. Ganz besonders gilt dies während der winterlichen Ruhephase, wo sie nur alle vier bis sechs Wochen mäßig gegossen wird.
Das richtige Wasser verwenden
Grundsätzlich kann auch das Wasser aus dem Wasserhahn verwendet werden. Besser ist jedoch Regenwasser. Im Leitungswasser können sich je nach Herkunftsort unerwünschte Stoffe befinden. Die Aloe vera bevorzugt weiches Wasser, Regenwasser enthält im Vergleich zu Leitungswasser weniger Kalk.
Von unten wässern
In ihrer Heimat ist die Aloe vera auf die Wasserreserven in ihrer Blattrosette angewiesen. Anders verhält es sich in unseren Breiten, wo ihr ständig genügend Wasser zur Verfügung steht. Sie von oben direkt in die Pflanzenmitte zu gießen, kann auf Dauer zu Fäulnis führen. Gießen Sie die Aloe vera daher am besten von unten über den Untersetzer. Es schadet allerdings auch nicht, wenn Sie sie in Wurzelnähe direkt über die Erde im Blumentopf bewässern.
Überschüssiges Wasser entfernen
Verwenden Sie, um den Wasserstand zu kontrollieren, keinen Übertopf, sondern einen einfachen Untersetzer. Denn selbst bei mäßigem Gießen kann es vorkommen, dass sich überschüssiges Wasser ansammelt. Schütten Sie dieses weg und lassen Sie Substrat und Pflanze erst etwas abtrocknen, bevor Sie sie erneut wässern.
Staunässe vermeiden
Staunässe zeigt sich nicht nur durch Wasser im Übertopf oder Untersetzer. Sie kommt auch bei verdichtetem, ungeeigneten Substrat vor oder wenn sich im Blumentopf kein ausreichend großes Abzugsloch befinden. Staunässe sollte in jedem Fall vermieden werden, da dadurch die Wurzeln der Aloe Schaden nehmen. Was Sie tun können:
- überschüssiges Wasser entfernen
- Erdreich rund um die Pflanze ab und an auflockern
- Kakteenerde oder Blumenerde, die mit Sand vermischt wurde, verwenden
- Abzugsloch vergrößern und durch Steine oder Tonscherben freihalten
Bei Wurzelschäden umtopfen
Entwickelt die Aloe vermeintliche Anzeichen, dass sie zu trocken steht, wie etwa weich werdende Blätter, kontrollieren sie unbedingt das Substrat, bevor Sie sie bewässern. Ist es feucht, kann es sein, dass die Pflanze Wurzelschäden hat, die sie an der Aufnahme von Wasser hindern.
In diesem Fall versuchen Sie die Pflanze zu retten, indem Sie sie umtopfen. Ältere Aloen werden nicht jedes Jahr umgetopft. Das bekommt den Pflanzen nicht. Vor dem Umtopfen sollten Sie die Aloe unbedingt trocken halten. Wichtig: Haben Sie Ihre Aloe übergossen, ist ein Umtopfen natürlich jederzeit möglich. So gehen Sie dabei richtig vor:
- neuen Topf vorbereiten
- Abzugsloch mit Tonscherbe abdecken
- trockenes, geeignetes Substrat einfüllen
- Pflanze aus dem alten Topf nehmen
- möglichst viel nasses Erdreich entfernen
- verfaulte Wurzeln abschneiden
- Pflanze in neuen Topf setzen
- Substrat auffüllen
- Pflanze eventuell mit Stäben stützen, damit sie nicht umfällt
- nicht sofort wässern