
Wanzenbisse sind ein eindeutiges Anzeichen für die Anwesenheit von Wanzen. Optisch kann man sie mit denen anderer Schädlinge schnell verwechseln. Aber es gibt besondere Merkmale zur Identifizierung.
Wanzenbisse
Biss-Aktivität
Wanzen verstecken sich bei Tageslicht in der Regel an einem geschützten Ort. Aktiv werden sie meist nur in der Nacht. Bettwanzen haben dann ein leichtes Spiel, den schlafenden Menschen zu beißen, um sich mit deren Blut zu ernähren. Dazu folgen sie dem Weg, der ihnen durch Körperwärme, verbrauchten Sauerstoff (Kohlendioxid) durch das Ausatmen sowie den Körpergeruch gezeigt wird. Der Biss erfolgt überwiegend schmerzfrei, was insbesondere einer Art Betäubungsmittel geschuldet ist, das das Insekt mit dem Speichel noch vor dem Wanzenbiss auf die Haut absondert.
Beißverhalten
Hautrötung nach Wanzenbiss
Die spitzen Mundwerkzeuge, so klein sie auch sind, verletzen die Haut und durch das „Betäubungsmittel“ kann es zusätzlich zu einer Hautreaktion kommen. Je nach Empfindlichkeit zeigen sich zügig nach dem Biss größere oder kleinere, stark oder schwach gefärbte rundliche Hautrötungen um die Bissstellen herum. Nicht selten bildet sich eine leichte Schwellung durch die Wundentstehung. Kleine Hautbläschen können entstehen, die sich als sogenannte Quaddeln präsentieren und sich innerhalb eines Tages mit Wasser füllen.
Bissstellen
Juckreiz
Vielfach stellt sich ein Juckreiz erst nach ein bis vier Stunden ab Bisszeitpunkt ein. Aber nicht jeder ist davon betroffen, denn es hängt von der Menge des Speichels ab, der diesen auslöst. Wird gekratzt, verhält es sich meist ähnlich wie bei einem Mückenstich: der Juckreiz nimmt zu, weil die Haut durch das Kratzen gereizt wird und sich dadurch die Speichelwirkung intensivieren kann.
Erkennen durch typische Anwesenheitsmerkmale
Neben Wanzenbissen und Hautreaktionen kann man die Anwesenheit der unerwünschten Parasiten im Schlafzimmer auch anhand anderer Merkmale erkennen. Typische Anzeichen für vorhandene Wanzen sind:
- kleine Blutströpfchen auf Betttextilien
- Hautreste, die nach einer Verpuppung zurückbleiben
- tote, vertrocknete platte Wanzen
- bei sehr starkem Befall: Geruch ähnlich wie Koriander
Typische Verstecke von Wanzen, wo sich bei Licht die Schädlinge zurückziehen und gesucht werden sollten:
- zwischen Matratzennähten
- in Bettgestellen und Bettrahmen unter der Matratze
- hinter Wandverkleidungen/-tapeten
- in und hinter Vorhängen/Gardinen
- hinter Fußleisten
- zwischen Bodendielen und jeglichen Arten von Ritzen
Infektionsgefahr
Normalerweise ist durch Bisse der Bettwanze nicht mit einer erhöhten Infektionsgefahr zu rechnen. Schwere gesundheitliche Gefahren, wie beispielsweise bei einem Zeckenbiss, sind deshalb nicht zu befürchten. Allerdings kann durch das Kratzen bei Juckreiz die Haut zusätzlich verletzt werden und sich dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko ergeben.
Verwechslungsgefahr

Um effektive Maßnahmen bei einem Wanzenbefall ergreifen zu können, ist es wichtig, sie von anderen Parasiten/Schädlingen und lästigen Insekten zu unterscheiden, mit denen man einen Wanzenbiss schnell verwechseln kann.
Flohbisse:
- beißen zwar meist auch öfter, aber versetzter und nicht in „Straßenform“
- sind auch am Tag aktiv
- sind flexibler in der Ortswahl – Wanzen verbleiben überwiegend dort, wo sie regelmäßig Futter erwartet
Mückenstiche:

- auftreten meist nur zwischen Frühjahr und Spätsommer
- bevorzugen feuchtes Milieu tagsüber
- werden vor allem von Licht bei Dunkelheit angezogen
- bilden keine „Stichstraße“
- maximal leicht rötliche oder weißliche Hautfärbung um den Stich herum
- Schwellungen sind die Regel
- sofort eintretender Juckreiz
Zeckenbisse:

- meist keine Schwellungen zur Folge
- fehlender Juckreiz
- häufig großflächigere Hautrötung
- vielfach bleibt eine Zecke längere Zeit auf der Haut sitzen und saugen sich mit Blut voll