
Unsere Gärten, mögen sie auch noch so gut eingezäunt sein, können von einigen wildlebenden Tierarten mühelos betreten werden. Sie suchen darin regelmäßig Nahrung, haben einen Unterschlupf entdeckt oder sind nur auf der „Durchreise“. Wenn wir als Zeichen ihrer Anwesenheit Kot entdecken, ist die Frage schnell gestellt: Welches Tier war das? Ob ein Eichhörnchen dafür verantwortlich ist? Diese Merkmale sprechen dafür.
Mehrere Hinweise kombinieren
Wir alle sind keine Profis, die sich mit Merkmalen von Eichhörnchen-Kot auskennen, geschweigen denn, ihn auf Anhieb als solchen erkennen können. Daher gilt es nach Spuren und Hinweisen zu suchen und sie anschließend richtig zu deuten. So kann es nicht zu einer Verwechselungsgefahr kommen. Denn während wir uns mit einem Eichhörnchen im Garten gut anfreunden können, werden wir andere Tierarten schnellstens bekämpfen wollen.
Ablageort ist kein brauchbarer Anhaltspunkt
Eichhörnchen, wissenschaftlich Sciurus, sind wahllos, wenn es darum geht, wo sie ihren Kot absetzten. Vor diesen flinken Kletterern ist keine Stelle im Garten sicher, sie können sogar auf Balkone kommen. Daher kann Ihnen der Fundort kein konkreter Hinweis sein. Auch wählen sie keinen festen Platz aus, wo sie regelmäßig ihren Kot absetzten. Eichhörnchen machen sich auch nicht die Mühe, ihren Kot einzugraben oder abzudecken.
Eichhörnchen-Kot gibt es zu jeder Jahreszeit
Das Eichhörnchen verlässt auch im Winter seinen Kobel für mehrere Stunden, um seine Nahrungsverstecke aufzusuchen. Seine Hinterlassenschaften können daher zu jeder Jahreszeit gefunden werden. Werden Sie im Winter fündig, besteht kaum Verwechselungsgefahr mit Igelkot, denn die stacheligen Tierchen sind zu dieser Zeit nicht in der Natur unterwegs.
Farbenuance als Indiz
Größe und Form der Kotstücke
Eichhörnchen-Kot besteht aus mehreren, separaten Stücken. Sie sind klein, meist zwischen zwei und drei Zentimeter lang. Das Aussehen ist am ehesten mit der einer Walze zu vergleichen. Auch der Kot von Igeln ist walzenförmig, allerdings glänzend schwarz.
Beschaffenheit des Kots
Der Eichhörnchen-Kot hat eine eher als fest zu bezeichnende Struktur. Das liegt daran, dass er mehr trocken ist als feucht ist. Beide Merkmale können gut mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden. Wer sicher gehen will, kann das mit einem Stöckchen testen.
Ausgehende Gerüche
Den Kot von Eichhörnchen können Sie nicht am Geruch erkennen, des er ist geruchslos. Vermutlich weil sich die Tiere überwiegend pflanzlich ernähren. Dank der Geruchslosigkeit besteht keine Verwechselungsgefahr mit dem stark gesundheitsbedrohlichen Rattenkot. Ratten markieren ihr Revier zudem mit Urin, der bestialisch nach Ammoniak stinkt.
Sichtbare Reste im Kot
- Samen
- Nusstücke
- Blumenknospen
- Pilze
Im Zweifelsfall: Experten fragen!
Wenn Sie sich bei ihren Schlussfolgerungen nicht ganz sicher sind und jede Verwechslungsgefahr ausschließen wollen, können Sie einen Experten kontaktieren. So können sich Mitarbeiter eines Tiergartens gut damit auskennen, oder aber erfahrene Schädlingsbekämpfer. Wenn sie den Kot als Eichhörnchen-Kot identifizieren, können Sie sicher ausschließen, dass der Kot von einer gesundheitsgefährdenden Ratte stammt.
Kot entsorgen
Eichhörnchen vertreiben
Wenn Sie keinen Eichhörnchen-Kot in ihrem Garten mehr finden möchten, müssten Sie sich dranmachen, das Tier aus seinem angestammten Revier zu vertreiben. Das wird nicht einfach sein.